Back in time; 2016

Zurück in der Zeit.
Einen Schritt zurückzutreten, um den zurückgelegten Weg zu reflektieren, um zu neuen Zielen vorzustoßen, ist auch eine Strategie der kreativen Entwicklung. Ich habe die letzten Bilder gezeigt, um ihre Entwicklung zu verfolgen, meine Schritte zurückzuverfolgen, um zu sehen, wie ich zu diesen neuen Arbeiten gekommen bin. Aber wenn ich darüber nachdenke, scheint das weniger interessant zu sein, als vom Anfang an zu beginnen und den Weg nach vorne zu verfolgen. Anfänge können schwer zu bestimmen sein, immer subjektiv. In diesem Fall scheint der Wechsel von einem figurativen Schwerpunkt zu mehr Landschafts- und Naturthemen ein guter Anfang zu sein. Eine Bildfolge „Somewhere between the sky and the sea“ von 23 Gemälden, ein Ergebnis der häufigen Nordseeüberfahrten zwischen Hull und Hollannd, gipfelt in dem Foto ArtBook „To Land’s End“.  Das Buch dokumentiert die abendliche Abfahrt von Hull bei Einbruch der Dunkelheit, zur Zeit des Brexit-Referendums 2016. Die Bilder läuteten eine neue Herangehensweise und auch die Verwendung einer neuen Technik ein; Ölpastell. Jede neue Technik hat ihre eigenen Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks, aber auch ihre Grenzen. Ein zunehmendes Verständnis der Materialien und ihrer Anwendung befreit den kreativen Prozess und bietet an sich schon einen Anreiz, neue Bildwelten zu erkunden. Ich schlage vor, in den nächsten Wochen Positionen dieser Entwicklung aufzuzeigen und zu zeigen, wie ich zu den neuen Bildern gekommen bin.

 Back in time.
Taking a step back, to reflect on the path taken, to move forward to new destinations, is also a strategy of creative development. I have shown recent paintings with a view to following their development, retracing my steps to see how I arrived at these new works. But on reflection that seems to be less interesting than starting from the beginning and following the path forward. Beginnings can be hard to pinpoint, always subjective. In this case the change from a figurative emphasis to more landscape and natural themes seems a good place to start. A picture sequence „Somewhere between the sky and the sea“  of 23 paintings, a result of frequent north sea crossings between Hull and Hollannd, culminating in the photo ArtBook „To Land´s End“.  The book documents the evening departure from Hull from dusk to dark, at the time of the Brexit referendum in 2016. The pictures heralded in a new approach and also the use of a new technique; oil pastel. Every new technique has its own possibilities of artistic expression as well as limitations. An increasing understanding of the materials and their application frees up the creative process, and in itself offers a stimulus to explore new imagery. I propose over the next weeks to reveal positions of this development, showing how I arrived at the new pictures.

 

ArtBook „To land´s end“

Das überarbeitete ArtBook „To land´s end“ in limitierter Auflage von 20 Stück, ist für €30,-  käuflich zu erwerben. Bestellung über die Kontaktseite.

Eine Fotoserie, die eine Reise dokumentiert. Eine Fähre über die Nordsee von Hull nach Holland. Vom geschäftigen Treiben der Hafenindustrie, vorbei an friedlichen Weideflächen bis zum Meer, so weit das Licht reicht, solange das Auge sieht. An einem Fensterplatz sitzend, an einem lokalen Bier nippend, beschloss ich spontan, die Ansichten des nördlichen Ufers der Flussmündung zu dokumentieren, während sie langsam vorbeizogen. Der Mangel an Schärfe und das verblassende Licht verstärken die Idee des Übergangs, des Übergangs vom dokumentierenden Foto zu einem „Nocturne“ von aquarellartigem Charme. Der Übergang vom Tag zur Nacht, vom Licht zur Dunkelheit, von außen nach innen. 

🇬🇧 A photo series documenting a journey. A ferry crossing the North Sea from Hull to Holland. From the hustle and bustle of dockland industry past peaceful farmland pastures to the sea beyond as far as the light would permit, as long as the eye could see. Ensconced in a window seat sipping a local brew I spontaneously decided to document the views of the northern bank of the estuary as they slowly passed by. The lack of sharpness and the fading light enhance the idea of transition, of transition from documenting photos to a “nocturne” of watercolour charm. Transition from day to night, from light to dark, from outside to within. 

 

Werkverzeichnis „Stand der Dinge“ 1972 -2020/22

 

Mein Werkverzeichnis 1972 – 2020, vorgesehen zur Präsentation in der wegen Covid abgesagten Ausstellung „Stand der Dinge“ im Museum Wilhelm Morgner, ist soweit fertig. Das Buch, eine umfangreiche Zusammenstellung meiner künstlerischen Arbeit der letzten 48 Jahren in Soest, wird ergänzt mit begleitenden Text- und Vortragsausschnitten von verschiedenen Autoren, sowie Darstellungen diverser Kunstprojekte. Das Buch umfasst 240 Seiten, mit überwiegend farbigen Abbildungen aller Werke, in chronologischer Anordnung. Nach persönlicher Bestellung kann das Buch ausgeliefert oder versandt werden zum Preis von €50,- zuzüglich Verpackung und Versand je nach Bedarf.

Auch das überarbeitete ArtBook „To Land´s end“ in limitierter Auflage, ist für €30,- käuflich zu erwerben.

Aufgetürmt

Bildeinweihung Sudhaus Brauerei Zwiebel. Am Dienstag, 26.02.2019, bei einer kleinen Feierstunde „Private View“ mit geladenen Gästen ist das zweite Bild für das Sudhaus der Brauerei Zwiebel enthüllt und eingeweiht worden. Das Bild Acryl auf Leinwand in der Größe 220 x 90 cm ist extra für diese Wand konzipiert worden. Die Bildkomposition ist stark mit Soest-Bezügen gestaltet worden; fast alle markante Türme der Stadt sind zusammen gestapelt in einem Bild, der Titel des Bildes „Aufgetürmt“ spiegelt diese Bildidee wieder. Viele Künstler wie Karl Schmidt-Rotluff, Christian Rohlfs, Emil Nolde und Eberhard Viegener haben sich mehrmals mit der gleichen Thematik befasst. Es reizte mich trotzdem, etwas mit den Türmen von Soest zu erarbeiten. Mit frischen Farben und einer gewagten Gestaltung wirkt das Bild dynamisch und lebendig, ich denke ich habe zu dem Thema ein eigenständiges künstlerisches Statement geschaffen.

🇬🇧 Inauguration of a new painting, the second, for the „Zwiebel“ brewery Soest. Tuesday 26.02.2019 „Private View“, Title „Aufgetürmt“ (a usable title in English could be „Aspireing“ as a verb with a play on the word spire). The painting, acrylic on canvas 220 x 90 cm, was specifically conceived for the particular wall in the so-called „Sudhaus“, the event room of the brewery. The painting features most of the significant spires and towers in Soest. The dynamic layering of the towers is painted with a lively colour spectrum.       Bild 1: Bördelandschaft

„Am Ende des Regenbogens“ Fertig – Skulpturenpfad Warpe

Am Ende des Regenbogens ist ein Projekt-Entwurf für den Skulpturenpfad Warpe „Land – Wege“, Samtgemeinde Grafschaft Hoya, Niedersachsen. Nach einem vorhergehenden Wettbewerb ist mein Entwurf, mit weiteren sechs KünstlerInnen zur Realisierung ausgesucht. Die Skulptur ist nun fertig und platziert an dem vorgesehenen Standort (November 2018). Material ist Stahl, feuerverzinkt und farbig nach den Spektral-Farben eines Regenbogens behandelt. Der höchste Punkt ragt ca. 3.5 m aus dem Boden.

🇬🇧 „At the end of the rainbow“ is an artwork project for the sculpture path Warpe „Country – Paths“,  near Hoya in Lower Saxony. The work, plus works from six other artists, was selected after a competition to be realized on site by the end of 2018. The sculpture is complete and is now installed (November 2018) at the planned site. Material is steel, galvanized und painted in the spectral colours of a rainbow. The highest point projects ca 3.5m out of the ground.

Erläuterungstext zur Skulptur: Ein Regenbogen ist eine optische Illusion, ein Phänomen, das Mensch und Natur verbindet. Das jeweilige Erscheinungsbild eines Regenbogens ist dem des Betrachters an seinem individuellen Standpunkt zuzuordnen. Ein anderer Beobachter an einem entfernten Standort sieht eben einen anderen Regenbogen, seinen Regenbogen. Es findet sozusagen ein Dialog mit der Natur statt. Meine Skulptur könnte man als Huldigung an die Natur und an das besondere Verhältnis der Menschen der Natur gegenüber verstanden werden. Da der Regenbogen eine Chimäre unserer visuellen Erfahrung und kein Objekt ist, ist das Erfassen eines Regenbogens, wo er anfängt und aufhört, unmöglich dingfest zu machen. Das Ende eines Regenbogens ist daher symbolisch für unerreichbare Ziele oder fantasievolle TräumeMeine Skulptur, „Am Ende des Regenbogens“, greift die Idee auf, wo ein Regenbogen endet oder anfängt. Dargestellt ist eben eine Stelle, wo ein Regenbogen den Erdboden trifft und imaginär weiter verläuft.

 

Thomä-Schule Lesefibel-Einweihung

Enthüllung „Thomä-Schule Lesefibel“

Kunst am Bau Projekt, Wohnpark Thomä-Schule Soest

am Donnerstag, 18. Oktober wurde die Fertigstellung des Wohnparks Thomä-Schule mit Neubewohnern, Handwerkern sowie Architekt, Investor und geladenen Gästen gefeiert. Der Investor, Wilhelm Friesleben, Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer und der Architekt Horst Holt sprachen über die Entstehung des Wohnparks. Ich sprach kurz über die Entstehung meiner Skulptur „Thomä-Schule Lesefibel“. Die in blau mit roten Schleifen eingepackte Skulptur wurde dann enthüllt und freigegeben.Die Skulptur in Form eines aufgestellten Buches, in überdimensionierter Größe, ist platziert auf dem alten Schulhof der Schule zwischen zwei Gebäudekomplexen. Die Gestaltung der Skulptur betont die Idee und Form eines Buches; von einem signalrot aufrechtstehenden Buchrücken fächert die Konstruktion aus, wie mehrere Buchseiten. Die Schutzabdeckung der oberen und hinteren Teile sind in Weiß gehalten, um an Papierseiten zu erinnern. Die Seiten der Konstruktion sind offen und bieten Zugang zum Inneren des Buches. Im inneren Teil ist eine runde Sitzgelegenheit, die die Ausfächerung der Seiten weiter aufnimmt. Die Skulptur „Lesefibel“ nimmt Bezug auf das ehemalige Schulgebäude als Volksschule und weist auf die ersten Hilfsmittel am Anfang des Bildungswegs. Die Skulptur mitten im Wohnpark bietet den jetzigen Bewohnern einen Ort der Begegnung und Kommunikation an ihrem neuen Anfang. Der Buchrücken ist auf der Innenseite mit einer licht durchlässigen weißen Platte abgedeckt, abends strahlt ein diffuses Licht. Wenn man dort sitzt, wirkt die Platte wie ein ungeschriebenes Blatt.

Hier einige Abbildungen:

Lichtfest 2018

Lichtfest im Bergenthal Park, Soest. Dienstag 2. Oktober ab 18.00 Uhr

Eintritt €3,00  Ermäßigung mit JokerCard €2,00

Das Lichtfest ist ein gemeinsames Projekt bürgerlichen Engagements mit tollen Beiträgen von diversen Gruppierungen, Schulen und Kitas mit verschiedenen Aktionen auf verschiedenen Aktionsflächen. Das Licht als Hauptattraktion, aber nicht alleinige Attraktion, sollte eine ansprechende Kulisse für das Gesamtprogramm bilden. Das Thema für dieses Jahr lautet: Magischer Garten: Betreten in eine Welt der Phantasie, von seltsamen und wunderbaren Pflanzen, von erstaunlichen Blumen in einer Explosion der Farbe, wo schöne und seltsame Kreaturen leben, wie in Shakespeare’s „Ein Sommernachtstraum„. Mitwirkende an der Gestaltung des Abends sind u.a. Aldegrever Gymnasium, Johannesschule, Kita Gotlandweg, Christiane Kling, Impro-Theater Klaus Bunte, Stelzentanztheater Bielefeld, Börd´land Jazzer und viele mehr. Als Ausklang spielt das Duo „Feria“ mit Saxofon und Gitarre meditative Werke zum Thema Licht und Dunkelheit.

Künstlerischer Leitung Richard A. Cox

Bilder © Cox